In knapp vier Wochen hauen The Idiots aus Dortmund bekanntlich eine neue Platte raus. Amok wird das gute Teil heißen. Die Band ist offentichtlich heiß und plant zu diesem freudigen Anlass einen neuen Idiots Trash-Film. Gedreht wird im Rahmen des Releasekonzerts am 13.4. im Underground in Köln. Die Band fährt zusammen mit den Fans nach Köln. Alles wird gefilmt und am Ende gibts einen lustigen Film. Tickets inklusive Zugfahrt kosten 25 Euro. Die gibts auch für 16 Euro ohne Zugfahrt, dann macht die Sache aber weniger Spaß.

Alles zusammengefasst gibts nochmal bei www.the-idiots.de. Das Ergebnis wird sicher mindestens so lustig wie dieser Klassiker:

Wem Köln zu weit ist: Am 4.5. spielt die Band in der Maschinenhalle Zweckel in Gladbeck, am 14.6. im FZW und am 2.10. im Lükaz.

So, konzertmäßig wars das für uns für dieses Jahr! Den passenden Soundtrack zum Jahresabschluss lieferte wie immer das Punk im Pott in Oberhausen. Ausgestattet mit Kamera und Bier, trieben wir uns zwei Tage auf dem Festival herum, sahen viele gute Bands und trafen viele nette Leute, von denen sich auch einige in unser (eigens fürs Festival angeschaffte) Hausaufgabenheft eingetragen haben. Wenn alles klappt, werden wir das Ding einscannen und abdrucken, falls nicht wird es sich dann irgendwann an dieser Stelle im blog wiederfinden! Ruhrgebietsmäßig war das Festival mit (u.a.) den Dödelhaien, Eisenpimmel, EK77, den Kassierern, Lokalmatadoren und co, ja dieses Jahr sehr gut ausgestattet – Glück für uns! Wir haben 500+ Fotos gemacht, von denen auch zumindest einige nicht völlig verwackelt sind und die wahrscheinlich auch den Weg ins Buch finden werden. Außerdem konnten wir auch noch ein Interview mit Keith von den Kleins ergattern, die wir somit jetzt auch an Bord haben! Alles in allem also ein sehr gelungenes Festival, dessen Nachwehen allerdings noch deutlich zu spüren sind 😉  Aus diesem Grund lassen wir an dieser Stelle mal die Bilder sprechen – alles weitere findet sich dann nächstes Jahr im Buch! Besten Dank nochmal an Stefan von Punkrockers Radio für rechtzeitige Evakuierung am Freitag! :-)

Außerdem möchten wir schonmal allen Leuten die wir dieses Jahr nicht mehr sehen werden einen guten Rutsch ins neue wünschen!! Besonders gut lässt es sich übrigens in der Schweinebucht zu Castrop rutschen, falls ihr also noch nichts vorhabt, begeht doch den Jahreswechsel dort mit Operation Semtex und Zwakkelmann 😉

Wir sind ja noch dick mit Rechercheinterviews beschäftigt und würden auch gern noch das ein oder andere im Rahmen von Punk im Pott erledigen. Am liebsten früh am ersten Tag. Deswegen machen das jetzt mal so rum: Leute, Bands, etc. die Lust haben ein vielleicht ohnehin geplantes Gespräch da zu erledigen, melden sich einfach bei uns! :) Wir werden am ersten Tag relativ früh beim PiP auflaufen, am zweiten dann wahrscheinlich was später 😉

So kann es weitergehen: Ein gleichermaßen netter wie ergiebiger Freitag war das. Am Nachmittag ging es für Philip zunächst nach Bottrop in eine Schalke-Kneipe, wo u.a. ein wunderbarer Gastbeitrag eingetütet wurde, aber in erster Linie bei den ersten Bier des Tages über Musik gequatscht wurde. Am Abend begingen außerdem die Lokalmatadore ihr 30-jähriges Jubiläum in einer ausverkauften Zeche Carl. Allerdings ohne uns (dachten wir) denn wir hatten keine Karten. Dennoch ein passender Anlass uns mit Speck, der zusammen mit ein paar Freund_innen in den 80er Jahren (genauer von 1984-1991) einige großartige Punkbands aus aller Welt in die Zeche Carl brachte (u.a. natürlich auch die Lokalen – siehe Flyer), zu treffen. Also gings von Bottrop weiter nach Altenessen. Hier ging es in unserem Gespräch besonders um die frühen Tage der Zeche Carl und ihre Bedeutung für die Punkszene in den achtziger und neunziger Jahren. Interessante Geschichten rund um die Szene, die Vernetzung untereinander und nach Übersee, Brieffreundschaften, erste Bookingversuche und das Klofenster der Zeche Carl kamen da zu Tage. Aber auch die Veränderungen, beziehungsweise „Professionalisierung“ (Stichwort Kommerzialisierung) in den folgenden Jahren waren Inhalt. Alles begleitet von ein paar guten Stauder Pilsken – ein an sich schon guter Abend. Getoppt wurde es nur noch durch unseren überaus sympatischen Interviewpartner, dessen Großzügigkeit und Verhandlungsgeschick mir auch noch einen Platz auf dem ausverkauften Konzert sicherte – an dieser Stelle nochmal besten Dank dafür!! :) Zu den Lokalen selbst will ich an dieser Stelle gar nicht viel sagen – war ein gewohnt großartiges Konzert, für das ich selbst allerdings etwas zu nüchtern war (ausverkaufte Konzerte mit zweistündiger Bierwartezeit sind nichts für mich). Fotos und einen gewohnt professionellen Bericht vom Konzert gibts natürlich wieder bei Maks, auf den ich hier mal verweise!

Weil wirs schon länger nicht mehr hatten, hier noch unsere Standardfragen, diesmal eben beantwortet von Speck:

1. Wie bist du zum Punk gekommen?

Speck: Wie fast alle über die Sex Pistols mit Never Mind the Bollocks oder etwas später auch The Great Rock´n´Roll Swindle als Film.

2. Hat das Ruhrgebiet eine bestimmte Bedeutung für dich?

Speck: Na klar, Ruhrgebiet ist da wo ich zuhause bin, wo ich mich wohlfühl, wo ich lebe, wo meine Freunde sind – wo eben alles zusammenläuft!

3. Verbindet Punk und Ruhrgebiet irgendetwas?

Speck: Ja klar, Authentizität! Und Spaß haben, auch über (Stadt)Grenzen hinweg, die interessieren eigentlich nicht, auch wenns da mal kleine Rivalitäten gab, aber die sind ja eher lustig anzusehen. Das ist halt das Ding was mir hier gefällt!

4. Was ist der „punkigste“ Ort im Ruhrgebiet?

Speck: Auf jeden Fall der Partykeller von meinem Freund und Nachbarn! Es gibt tatsächlich noch Partykeller, ohne Fenster, nur nen bisschen Licht, dafür aber mit jeder Menge Platten und vielen Plattencovern anner Wand!

PS: Besten Dank an Helge Schreiber für die Flyer und die Verbindung zu Speck!

Punk im Ruhrgebiet – da taucht man in vollkommen andere Welten ab, so wie am Samstag Hamminkeln. Dort haben wir Schlaffke alias Zwakkelmann besucht. Die Tiere spielen auf den Straßen, Kartoffeln und Möhren gibt es noch frisch beim Nachbarn und so wahnsinnig ruhig ist es auch noch. Es hat halt alles seine Vor- und Nachteile. In diesem Fall war es der öffentliche Nahverkehr, der dort seinen Namen nicht verdient hat und so blieb unsere kleine Runde zumindest anfangs beim Kaffee (zwei von dreien hielten es schließlich aber nicht mehr aus und griffen zum Bier, was für einen von dreien bekanntlich frustrierend ist).

Dat is doch kein Punk, was der Schlaffke da macht und der Niederrhein liegt halt auch nich anne Ruhr höre ich schon einige Leute sagen. Letzteres is zwar richtig – uns aber egal. Zwakkelmann (und Schließmuskel) sind klasse, wollen wir drin haben und so haben wir uns quasi von der anderen Seite her ein Thema überlegt, wozu der Schlaffke was sagen könnte. Das haben wir gefunden und so ist nun Schlaffke unser Experte für die Bedeutung des Niederrheins für das Ruhrgebiet (und umgekehrt), gleiche Nummer machen wir auch nochmal mit Düsseldorf. Mit wem wird aber noch nicht verraten. Wir stellen den Punk im Ruhrgebiet also zweimal mit der Brille von außen vor.

Ein richtig gemütlicher Samstag Nachmittag und irgendwann früher Abend war das. Auf der Rückfahrt noch ein Stopp im Druckluft, wo Paranoya mit den Schwarzen Schafen auftraten, am Rande noch ne schicke gelbe District Platte erstanden, Schafe dann aber ausgelassen. Hat sich aber alleine für Paranoya schon gelohnt noch vorbei zu schauen!

 

Vergangenen Samstag lud Zwakkelmann zum Flashmob auf dem Haldern Pop Festival am Niederrhein. Nicht wie angekündigt am zweiten Dixi von rechts, sondern links neben der langen Kloarmee mit ein wenig Distanz zu den ohnehin tiefenentspannten Securitys sollte der Mob „Zwakkelmann beim Haldern POPo“ feiern. Das tat er mit Unterstützung eingefleischter Fans, des winzigsten Verstärkers und des kratzigsten Mikros der Welt (mindestens!). Die Meute hat es nicht gekümmert, die ging vermutlich mehr ab als bei jedem Act auf dem Festivalgelände. Am Rande hat mir noch ein netter Herr die Hälfte seines warmen Bieres spendiert und erzählt, wie er mal beim Besuch im Getränkemarkt auf einmal im Bürgerradio Eisenpimmel hören durfte. Danach wird jetzt erstmal recherchiert. Wenn jemand mehr über diese Sendung weiß, kann er es gern hier posten! Schlaffke am Rande auch noch kennengelernt, feine Sache alles!!

Hier dann noch ein kleines Briefmarkenalbum und ein Video gedreht von der Zwakkelmann Roadcrew:

Weiter geht’s

Wir waren Dienstag zu Gast in der Freak SHOW in Essen, nur ein paar Minuten vom Bahnhof Steele entfernt. Ela und Benny haben hier in der Essener „Provinz“ (wortwörtlich mit eigenen Händen) einen sehr geilen Laden aufgebaut, was umso beeindruckender ist, wenn man sich das Ladeninnere mit allen Details mal genauer anschaut! Bei durchweg guter Musik und verdammt guter Bierauswahl (trinkt mehr MYTHOS!), sprachen wir mit zwei überaus sympatischen Besitzern (und einigen Stammgästen) über Punk, Freaks, Bier, Musik und den Ruhrpott – so macht Arbeit Spaß!!

Wer den Laden noch nicht kennt, sollte dies ändern – heute z.B. wäre ne gute Gelegenheit. Für 6 Tacken spielen die Cyanide Pills aus Leeds in der Freak SHOW! Trinkt für uns einen mit, wir müssen heute Abend wieder arbeiten 😉

 

START MESSAGE:

23.6. Brigade S + ABM in der Schweinebucht Castrop, Beginn 20.30, AK 6€

23.6. START + Blackmailers im Panic Room Essen, Beginn 21.30, für umme

24.6. START + Blackmailers inner Wageni, Beginn 20, BO-LA

Viel Spaß!

END MESSAGE.

Bereits letzte Woche waren wir bei Paranoya im Proberaum in Hamm. Zumindest wurde uns gesagt, es wäre Hamm. De facto ähnelte die Gegend eher dem Sauerland. Von daher waren wir froh, dass Hendrik uns am Duisburger Hbf eingesammelt und in Bochum Riemke anschließend wieder rausgeschmissen hat. Wie auch immer: Die Sache war ein großer Spaß für uns, nicht nur weil die Band total nett ist, sondern auch weil wir mehr oder weniger das komplette Set vorgespielt bekommen haben, das sie am Samstag darauf im Djäzz gespielt haben (Fotos und „Vorbericht“ bei Rilrec). Währenddessen haben wir uns gemütlich auf die Couch gefläzt, Bierchen getrunken und Fotos gemacht. Am Ende stand natürlich das obligatorische Interview inklusive unserer Standardfragen zum Verhältnis Punk und Ruhrgebiet. Das liefern wir irgendwann mal nach, wenn wir mehr Zeit haben. Jetzt aber erstmal ein paar Impressionen aus dem wunderbaren Proberaum, alias Ex-Hühnerstall auf einem Bauernhof.

Schonmal ein Blick voraus: Am 3. November spielen Paranoya einen Gig in der Druckluft Kneipe.

Wir haben die letzten Wochen ein wenig schleifen lassen, aber hier betont kurz und knapp ein paar Tipps fürs Wochenende.

Am Freitag findet das Viva La Punkrock Festival im Kultopia in Hagen. Mit dabei sind Rasta Knast sowie die Chaoskinder, Paragraph 08/15, Manege frei und Nova aus Hagen.

Auch immer ne spitzen Nummer: Die Stage Bottles, am Freitag im Druckluft.

Zwakkelmann gibt sich Samstag in der Freakshow zurückhaltend: Sein Auftritt mit Band startet Gerüchten zufolge erst nach dem Ende des EM-Spiels der deutschen Mannschaft, also so zwischen halb elf und elf dann vermutlich. Aber wir wollen nicht Schuld sein, wenn das nicht stimmen sollte. Geiles Plakat übrigens!

Ebenfalls am Samstag spielen Frau Potz im Rahmen einer GetAddicted-Party in Dortmund. Wenn man mal drüber nachdenkt: Gibt sicher nicht viele Bands, die den Spagat zwischen Ruhrpott Rodeo und GetAddicted-Party bislang geschafft haben.

Und nochmal Druckluft: Beim Antifascist Youth Festival zu Gunsten von Antifaschistinnen und Antifaschisten in Russland spielen u.a. Bambix. Außerdem mit dabei The Tips, … And Now Run und die Mexican Wolfboys.