Das Ox wird 100 – äh nein 23, gefeiert wurde die 100. Ausgabe des ehemals in Essen ansässigen Fanzines. Nach 23 Jahren sind logischerweise viele der Macher und auch viele der 500 Gäste (mehr oder weniger weit) jenseits der 30. Ungewohnter Altersdurchschnitt für ein Punk/HC-Konzert in einem Soziokulturellem Zentrum, aber schön wars – und das nicht bloß, weil auch ich mittlerweile dem elitären Club der Ü-30er angehöre.

Die Bandauswahl des Ox100-Festivals war sehr gelungen und die Bands spielten außerdem in Altersreihenfolge, dementsprechend eröffneten Sniffing Glue den Abend – geil! Bei nicht ganz voller Hütte und nur mäßigem Bewegungsdrang des Publikums, prügelten sich SG fast ohne Unterbrechung durch ihr Set – ich wiederhole mich: geil! Damit ist alles gesagt. Bei Pascow wars dann schon wesentlich voller und – ordentlich eingeheizt – wurde auch gepogt. Das was ich gesehen habe, war gut, schnell und melodiös, so wie man sie kennt und schätzt. Allerdings war ich zwecks Freundschaftspflege den halben Auftritt über draußen und kam erst rechtzeitig zu Jingo de Lunch wieder in den Saal. Was ein Glück. Ich muss ja gestehen den Namen zwar wahrgenommen, ihm aber nie weiter nachgegangen zu sein. Großer Fehler wie sich herausstellte – großartige Mischung aus Punkrock und Hardcore, mit Betonung auf Rock – so jedenfalls würde ich es nennen. Ist ja letztlich auch egal, wie es heißt, jedenfalls werden hier erstmal ein paar Platten nachgeordert. Unglaublich sympathische Band/Sängerin und ein Sound der (zumindest mir) beim jungfräulichen hören sofort gefällt, das kommt nicht mehr allzu oft vor. Wer mir nicht glaubt, soll sich gefälligst selbst überzeugen, JdL spielen nämlich auch beim diesjährigen Rodeo, ich freu mich! Für uns letzte Band des Abends waren dann EA80, hierzu werde und muss ich ja nun auch nicht allzu viel schreiben – EA80 wurden schon oft genug als „Kultband“ bezeichnet. Waren trotzdem gut! Natürlich hatte auch jede Band ihre eigene Art dem Ox fürs Jubiläum zu gratulieren. Sicher wäre es auch schön gewesen, darüber etwas zu schreiben, da ich aber absolut nicht mehr weiß, wer da was gemacht hat und ich nichts durcheinander werfen möchte, mache ich das einfach nicht – Bier war übrigens auch lecker. Auch über die Performance von Papst Pest breite ich den Mantel des Schweigens, wobei ich mich schon frage, ob der „General Bergfrühling“ wirklich „General Bergfrühling“ war, oder doch nur blaue Gatorade? Egal, beste Umbaupausenunterhaltung!

Also Ox, nochmal vielen Dank für 100 vergangene Ausgaben, ein sehr geiles Festival und 100 kommende Ausgaben – nur schonmal so im Voraus!

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