Was verbindet Zwakkelmann und das Konzept eines Livealbums? Beides lebt vom Liveerlebnis, beides hat was mit Bier zu tun, beides ist ein bisschen retro und beides ist ziemlich kultig. Wer ist also prädistenierter als The Man from Hamminkeln und bitte welcher Albumtitel könnte besser zu Zwakkelmanns Livealbum passen als Zwakkelmania (von Zwakkelmann live abgesehen)? Verdammt nochmal, das musste einfach großartig werden.

Schlaffke kannten wir erst seit den Recherchen zu unserem Buch über Punk im Ruhrgebiet, in dem Schlaffke mit Interview und Gastbeitrag zum Punk im Pott vertreten ist) Umso mehr haben wir uns gefreut, dass er uns eingeladen hat, beim Versuch der Produktion eines Livealbums dabei zu sein. Das ganze wurde nicht mit Ghettoblaster, sondern ganz professionell im Tonstudio Keusgen am Niederrhein in Haldern aufgenommen, dessen Macher auch beim Haldern Pop jedes Jahr zeigen, dass sie keine angst davor haben, dass mal ein Bier aufs Parkett kippt. Schlaffke kannte also alle persönlich, die ihm das Bier weggetrunken haben und in sein Mikro stolperten, schwitzten, grölten, ….

Dieser Charme der Familienfeier kommt gut rüber, zum Beispiel in solch wunderbaren Zwischenrufen:

„Schlaffke: Das nächste Lied ist ganz schön schwer.

Ausm Publikum: Ja dann lasset doch sein!“

Für meinen Geschmack hätte das sogar noch präsenter sein können, von mir aus kann sone Liveplatte aber auch nach Schweiß stinken, wenns denn der Authentizität dient. Insofern muss man da sicher irgendwo seine eigene Grenze ziehen. Ansonsten ist das Ganze Teil hervorragend produziert, Instrumente klar zu hören und all der ganze Kladderadatsch. Zu den Songs muss ich ja hier nichts weiter sagen.

Also lieber Schlaffke: Das sitzt, das Mikro wackelt, nur keiner hatte Luft. Mit der Zwakkelmania kommt das Konzept Livealbum wieder zu seinem Recht!

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